„Schützt endlich unsere Kinder!“

Wer Momentan durch die Massenmedienlandschaft hinkt, wird feststellen dass neben der ganzen Terrorhetze auch noch auf einem anderen Thema rungehackt wird: Kindesmissbrauch. Medial gepusht vordergründig im Netz, in heimischen Grundschulen bevorzugt auch mal bei Drittklässlern.

Tatort Internet: ein RTL 2 Format, welches uns als „Reality Doku“ verkauft wird. Vor laufender Kamera werden Männer  die sich übers Netz mit Minderjährigen verabreden wollen und auch direkt sexuell werden, gestellt. Mit im Boot Frau des Verteidigungsministers Stefanie zu Guttenberg die hinter dieser Schirmherrschaft über die „Reality Doku“ auch gleichzeitg noch kräftig die Werbetrommel für die Kinderschutzorganisation “ Innocence in Danger“ (Unschuld in Gefahr) drehen kann, bei der Sie Präsidentin ist. Mittlerweile moderiert Sie die Show aber  nicht mehr.

Eine Bloggerin schreibt:

„Die Sendung geht sehr sensibel und nicht zu reißerisch mit dem Thema Missbrauch um, anders als viele Kritiker es vorausgesagt haben. […] Die Sendung wirkt sehr ehrlich und authentisch“.
Bei der Frage, was diese Sendung eigentlich bezweckt, werden weitere Motive unter dem Deckmantel des Kinderschutzes klar:
„Das Internet ist eine große Bereicherung, eine großartige Erfindung, die Menschen der ganzen Welt miteinander verbindet, doch das Internet birgt auch eine große Gefahr […] denn die Gefahr im 21. Jahrhundert droht (nicht, sic) im eigenen Kinderzimmer, in den eigenen vier Wänden, nämlich im Internet […].Die Journalistin Beate Krafft-Schöning gibt sich im Chat selbst als Kind aus und hat so schon über 80 Täter getroffen, eine Zahl, die aufrüttelt und beweist, dass etwas zum Schutz unsere Kinder im Internetumgang getan werden muss.“

Wenn sich soviel potenzielle Täter im Netz tummeln, dann muss dafür gesorgt werden, dass sich diese nicht an unseren Kindern vergreifen, ohne Frage. Da hat auch die Bloggerin ein Einsehen.  Aber unter dem Vorwand des Kinderschutzes gegen Pädophile im Netz drückte vorheriges Jahr die  ehemalige Bundes-Familienministerin Dr. Ursula Von der Leyen („Zensursula“/ CDU) mit Wolfgang Schäuble im Rücken ein Gesetz  durch, welches erste große Schritte in Richtung Internetzensur ermöglichte.
Problem bei der ganzen Sache: Zum Schutze gegen sexuellen Missbrauch trägt dieses Gesetz überhaupt nicht bei. Der von Von der Leyen als kommerzieller Massenmarkt bezeichnete Vertrieb von Kinderpornos im Netz, indem Kinder angeblich sogar getötet werden, existiert in der Realität überhaupt nicht. Weltweit sei noch nicht ein solches Video aufgetaucht, berichtet die Kinderorganisation Childcare und die einzelnen kommerziellen seien „Nadeln im Heuhafen“.
Das wahre Problem sind private kleine Internetcommunities oder angebliche Selbsthilfechats Pädophiler, diese sind aber auf keiner Sperrliste, welche nebenbei erwähnt von der Bundesregierung und nicht von den Gerichtshöfen kontrolliert wird und streng geheim ist. Anstatt deren Server einfach abzuschalten, leitet ein STOPPSchild von der gesperrten Seite weg. Hier stinkt es nach Zensur!
Um Ihre Zensur-und Kontrollpläne weiter durchzukloppen, wird noch nichtmal vor den Jüngsten halt gemacht. Denn wer kann gegen Kinderschutz schon etwas sagen? Und so wird uns auf der unbewussten Ebene nicht nur Zustimmung erzeugt, sondern, mal wieder: Angst. Und das nicht nur um unsere Kinder, sondern auch bei Ihnen.
So passiert in der Grundschule meiner Nichte. Sie geht jetzt in die 3. Klasse und hat einmal pro Woche eine Stunde Sachunterricht zum Thema „Mein Körper gehört mir“ zur Prevention von sexuellem Missbrauch. Die Eltern wurden im Vorfeld weder gefragt noch überhaupt davon unterrichtet. Meine Nichte ist 8 und noch nicht aufgeklärt. Das erste was Sie in ihrem jungen Leben über Sexualität erfährt steht im Zusammenhang mit Missbrauch!?
Sollten die Kinder in diesem Zusammenhang nicht gestärkt werden und Ihnen ein hohes  Selbstbewusstsein gegeben werden um generell zu lernen NEIN zu sagen, anstatt sie mit Informationen zu konfrontieren, denen Sie noch nicht gewachsen sind? Oder sind es jetzt die Eltern, die verantwortungslos handeln weil sie in diesem Alter ihr Kind noch nicht aufgeklärt haben? Ich finde das sollte den Eltern frei gestellt sein wenn ihr mich fragt. Aber in diesem Fall wurden ja noch nichtmal die Eltern gefragt.
Beschlossen wurde diese Sensibilisierungsmaßnahme vom Runden Tisch gegen sexuellen Mißbrauch,im Vorsitz Familienministerin Kristina Schröder. Schröder (CDU) betritt mit der Bekleidung des Amtes eigentlich Neuland, behandelte in der Vergangenheit vorrangig Fragen zur Islamkritik und „Deutschenfeindlichkeit“.
Mit Kristina Schröder ist in die Bundesregierung eine Politikerin eingetreten, die auf dem Gebiet der Innenpolitik problemlos Wolfgang Schäuble rechts überholt und eine Hoffnung für das Spektrum der Neuen Rechten darstellt. Es wird sich herausstellen, inwiefern sich ihre ideologischen Grundsätze auf dem ihr fremden Gebiet der Familienpolitik einbringen lassen werden. Wir halten die Augen offen, vor allem das rechte.
Wenn Frau Schröder eins macht, ist es Politik. So wie die Motive der Internetsperrung politischen Motiven zuzuordnen ist und nicht dem Kinderschutz. Und Wenn Politik auf den Schultern unserer Kindern, die sich mit der Thematik überfordert sehen, ausgetragen wird, ist das geschmacklos und alles andere als sensibilisierend, Frau Schröder.
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