Neulich beim Meditieren…

Frage: Werden unangenehme Gefühle durch den unruhigen Geist erzeugt oder reagiert der Geist auf diese unruhigen Empfindungen dadurch, dass er diese als unangenehm bewertet?

Meine Folgerung: Wo Empfindungen ja erstmal nur als Empfindung per se auftreten, reagiert der Geist auf diese und bewertet sie als angenehm/unangenehm. Wenn der Geist nun mit dieser Bewertung aufhören würde, würden dann nicht auch die Unannehmlichkeiten automatisch verschwinden?

Als Buddha nach seiner Erleuchtung feststellte „There is suffering“, spricht er da von dem Gefühl ansich oder der Bewertung? Wenn es sich um Letzteres handelt, müsste demnach durch Nicht-Bewerung das Leiden verschwinden und wenn Buddha als völlig Erleuchteter einen uneingeschränkten Gleichmut entwickelt hat, spricht er dann nur von der Erfahrung anderer und negiert das Leiden für sich?

Schmerz bleibt Schmerz auch wenn man ihn nicht als schlimm bewertet. Demnach kann man Leiden auch als Leiden definieren, ohne es zu bewerten.

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